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Mit Frauenpower in die 5. Jahreszeit – Die Fledermaus läutet mit zwei grandiosen Eröffnungsprunksitzungen die Kampagne ein

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So viele Frauen standen schon lange nicht mehr auf der Irschinger Narrenbühne – und nicht nur die perfekt choreografierten Gardetänze wurden von ihnen bestritten, sondern auch ein Großteil der nicht weniger unterhaltsamen Sprechauftritte.

Das war ein gelungener Start in die 5. Jahreszeit, bei dem Präsident Dominik Kern und Vize-Präsident Raphael Reich je hunderte von Gästen in einer zweimal ausverkauften Festhalle begrüßen durften. Direkt nach dem Einmarsch von Prinzenpaar und Gefolge versprachen Seine Tollität Prinz Nico I und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Svenja I, für ausgelassene Stimmung im Ort zu sorgen und dabei niemals anstößig zu sein. Wer sich daran nicht halte, so kündigte das Herrscherpaar an, bekomme es mit den Heckmännern zu tun. Ein Hoch auf die Verwandtschaft des Prinzen!

Aus allseits bekannten Gründen kam Bürgermeister Udo Kleiner dieses Mal um seine Begrüßungsrede herum – stattdessen richteten seine würdigen Vertreter Gaby Hunter, Lothar Hein und Thomas Seyffarth schlagfertige Worte an das Publikum, sodass direkt die richtige Stimmung aufkam.

Was dann folgte, war ein Unterhaltungsfeuerwerk der Extraklasse!

Ex-Präsident Dirk Steiner – ein großer Fan der traditionellen Büttenrede – ließ es sich zum Kampagnenauftakt nicht nehmen, dem erwartungsvollen Publikum eine solche zu präsentieren. In seinem Jahresrückblick hielt er den großen Politikern der Welt, aber auch den Wählern vor Ort, den Spiegel vors Gesicht und deckte mit treffsicherer Satire so manche Absurdität des Lebens auf.

Und wer hätte gedacht, dass sich auf der Festhallenbühne einmal ein richtiger „Tatort“ abspielen würde? Wer den stark nach Asbach-Cola riechenden Toten uff d´Brück (gespielt von Christian Scholz) auf dem Gewissen hat, konnte zum Glück irgendwann aufgeklärt werden. Die Gruppe „Straight outta Langgass“ mit Marco Kraus, Benjamin Klingel, Janis Melcher, Keven Frei sowie Stefan und Andre Schmidt parodierte gekonnt einen originellen Lokalkrimi, der seine kuriose Auflösung im Gebiss des selbsternannten Polizeichefs fand.

„Straight outta Langgass“ bei ihren Ermittlungen

Umrahmt wurde dieses Lustspiel in drei Akten von ebenso toll inszenierten Gardetänzen. Die Kleine Garde, trainiert von Sarah Kellhofer und Christina Wirtzoch, bewegte sich energiegeladen zu einem fetzigen Après-Ski-Medley. Mit schwungvollen Schlager-Hits präsentierte die von Nina Zettelmayer, Patricia Fritsch und Melanie Kern trainierte Mittlere Garde gekonnt ihre tänzerischen Fähigkeiten, während die Mädels der Großen Garde, trainiert von Sandy Richter, leichtfüßig die bekannten Songs von Abba wieder aufleben ließen. Selbige schwebten beim Auftakt zum Finale als elegante „Elfen im Zauberwald“ in traumhaften Kostümen über das Parkett. Ein Schautanz, der durch die tänzerische Perfektion und Grazie der jungen Frauen überzeugte.

Die Große Garde als Elfen im Zauberwald

Etwas weniger grazil, dafür mit einer gehörigen Portion Selbstironie und schauspielerischen Glanzleistungen, kämpfte sich die Gruppe „Femmetisch“ durch einen urkomischen Yoga-Kurs, der neuerdings im „MitBringsel“ angeboten wird. Kursleiterin Geli (alias Lara Schäfer) schickte mithilfe mehr oder weniger bekannter Yoga-Figuren die Sorgen und Problemzonen der Kursteilnehmerinnen Karina Hölzle, Sandy Richter, Sarah Kellhofer, Miriam Stoll, Vanessa Hummel und Antonia Kolb – und wahrscheinlich auch die des beeindruckten Publikums – ganz weit fort. Mit den von Hefe(zopf) geplagten Mädels konnte sich die ein oder andere Zuschauerin wohl identifizieren, denn nicht ohne Grund bekamen sie für ihre perfekt einstudierten Gesangsdarbietungen tosenden Applaus.

Gruppe„Femmetisch“ warnt:In jeder Frau steckt ein Stück Hefe!

Ergänzend zum Yoga wurde auf der Bühne von Pascal Reiling ein erfolgversprechendes Lachtraining angeboten, das für Lachkrämpfe im Publikum sorgte. Elena Morlock und Svea Melcher zeigten mit „Bitte recht freundlich“ die Alltagsprobleme ganz normaler Disneyprinzessinnen auf, die in einer Selbsthilfegruppe zur Freude der Zuschauer diskutiert wurden. Schneewittchen wollte etwas gegen ihre blasse Haut tun, während Dornröschen über eine „fette Winterdepression“ jammerte. Da halfen nur noch ein Mundspreizer und das gekonnte Wegsingen der Probleme. Davon profitierten auch der alkoholabhängige Aladdin (Silas Melcher) und das „hässliche Biest“ Janis Melcher.

Doch das sollte es noch nicht gewesen sein mit der geballten Frauenpower. In gewohnter Manier bewiesen die drei „Sexbomben“ Daniela Strauß, Petra Huber und Petra Zimmermann, dass sie es nach drei Jahren Pause immer noch (oder jetzt erst recht) drauf haben. Sicher waren vor ihnen weder die Musiker vom „Top Team“ noch die Haie, die im Meer vom Blut angelockt werden; oder eben nicht. Mit ihrer unvergleichlich witzigen, aber auch knallhart ehrlichen Art philosophierten, tanzten und sangen „Ela und ihr PetraPack“ über vermeintliche Tabuthemen – das Publikum war begeistert!

„Ela und ihr PetraPack“ heizen mit „Sexbomb“ das Publikum ein

All diese mehr als gelungenen Programmbeiträge wurden natürlich belohnt – und zwar mit dem Jahresorden, der dieses Mal den Umzugskassier zum Motiv hat. Vorgestellt wurde der Orden mit der Unterstützung der beiden Funkenmariechen Elena Winteroll und Annika Augenstein, die aufgrund einer Verletzung leider nicht mit ihrem Tanz auftreten konnten. Wir wünschen Elena eine gute Genesung!

Musikalisch in Topform war das „Top Team“, welches die beiden Prunksitzungen professionell umrahmte und im Anschluss an das kurzweilige Bühnenprogramm zum Tanz aufrief.

Ein herzliches Dankeschön geht nicht nur an alle Aktiven auf der Bühne, sondern auch an das Programmteam (Sarah Kellhofer, Janine Frei, Andre Brenk, Janis Melcher, Benjamin Klingel, Pascal Reiling), die Büttenträger (Fabian Hein, Silas Zettelmayer, Tom Beihofer) sowie an die Licht- und Tontechniker (Stefan Schuster, Robin Schmidt, Achim Freivogel, Dominik Weixler) hinter den Kulissen – ohne euch wäre eine solche Veranstaltung nicht denkbar!

Text: Medienteam

Fotos: Monja Kantenwein

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